Bank- und Anlagerecht

Die Kanzlei bjw Rechtsanwälte berät am Standort Mannheim umfassend im Bank- und Anlagerecht.

1. Kreditvertragsrecht und Kreditsicherheiten

Sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen sind Kreditentscheidungen als auch Kapitalanlagen von erheblicher Bedeutung. Die Verträge sind meist umfangreich und werden stets unter Einbeziehung der geltenden Bank-AGB geschlossen. Für den nicht fachkundigen Kunden sind die hiermit verbundenen Verpflichtungen und Risiken häufig kaum übersehbar, obwohl er sich durch den Geschäftsumfang oft in eine starke Abhängigkeit von der Bank begibt.

Darüber hinaus sind nur die Wenigsten mit den einzelnen standardisierten Kredit- und Sicherungsmitteln sowie den diesbezüglichen Gestaltungsmöglichkeiten vertraut. Wir beraten Sie bei der richtigen Wahl der Finanzierung und Kreditsicherung.

Hierzu gehören insbesondere:
• Unternehmensfinanzierung
• Kreditsicherung
• Immobilien- und Baukredite

Eine bedeutende Rolle spielen hierbei Kreditsicherheiten in Form von Grundpfandrechten (Grundschulden und Hypotheken) und die Fassung der entsprechenden Sicherungszweckerklärungen. Von erheblicher Bedeutung ist aber auch das Bürgschaftsrecht. Für den Bürgen ist die Stellung von Bürgschaften hochproblematisch: Was heute aus Bankensicht nur eine „Formalie“ ist, kann bei der späteren Kündigung und Inanspruchnahme der Bürgschaft ganze Existenzen zerstören.

2. Umschuldung und Restrukturierung von Verbindlichkeiten

Bei der Finanzierung von geschäftlichen oder privaten Vorhaben besteht für den Kreditnehmer zudem im Regelfall ein erhebliches Risiko für den Fall einer Kreditkündigung. Die Kreditsummen sind in der Regel so hoch, dass sie im Falle einer außerordentlichen Kreditkündigung aus der vorhandenen Liquidität nicht fristgerecht zurückbezahlt werden können. Hinzu kommt, dass bei Kreditkündigung nicht nur der gesamte Kredit sofort zur Rückzahlung fällig wird, sondern auch noch Schadensersatz in Form einer sog. Vorfälligkeitsentschädigung anfällt, die erhebliche Beträge ausmachen kann.

Ein Kündigungsrecht bei Darlehensverträgen besteht zudem nicht erst bei Verzug mit Kreditraten, sondern die Bank kann Darlehen bereits dann außerordentlich kündigen, wenn in den Vermögensverhältnissen des Kunden oder in der Werthaltigkeit von Kreditsicherheiten eine wesentliche Verschlechterung eingetreten ist oder nur einzutreten droht. Kommt es zu Problemen in der Geschäftsbeziehung, ist es von Vorteil, frühzeitig kompetente Berater zur Seite zu haben, damit größere Schäden, insbesondere durch eine Kreditkündigung, verhindert werden können.

Eine wirtschaftliche Verschlechterung der Vermögensverhältnisse kann beim Kreditnehmer aber schnell und unvorhergesehen eintreten. Reagiert die Bank darauf mit Darlehenskündigung, wird hierdurch im Regelfall die Insolvenz des Kreditnehmers ausgelöst. Im weiteren Verlauf geht es dann um die Verwertung der gestellten Kreditsicherheiten einschließlich der Inanspruchnahme von Mitdarlehensnehmern und Bürgen.

Viele Banken gehen aber auch dazu über, Darlehensansprüche im Rahmen eines Kreditverkaufs im Paket an Investoren zu veräußern (distressed debt investment/ non-performing loan investment). Diese Investoren sind im Regelfall nicht mehr an der Fortführung der laufenden Kreditbeziehung interessiert, sondern daran, diese Darlehen durch Sicherheitenverwertung oder sonstige Zwangsmaßnahmen kurzfristig abzuwickeln und daraus einen Erlös zu erzielen, der über dem gezahlten Kaufpreis liegt

Die Kanzlei bjw Rechtsanwälte verfügt über eine hervorragende Expertise bei der Abwicklung bzw. Neuordnung problematischer Kreditbeziehungen. Oftmals ist es hierdurch möglich, die Kredite zu restrukturieren und somit eine Insolvenz zu vermeiden.

Der erste Schritt für derartige Vereinbarungen ist dabei meistens die Wiederherstellung einer zufrieden stellenden Kommunikation zwischen Bank und Kreditnehmer. Sodann ist auf Basis einer fachgerechten Liquiditätsplanung ein Konzept zur Restrukturierung der vorhandenen Verbindlichkeiten zu erarbeiten.

bjw Rechtsanwälte berät auf diesem Gebiet Kreditnehmer wie Banken. Ziel ist es, Vereinbarungen zu treffen, die alle Beteiligten wirtschaftlich besser stellen, als sie in der Kundeninsolvenz stehen würden.

3. Insolvenznahe Beratung von Kreditgebern

Aber auch im eröffneten Insolvenzverfahren über das Vermögen des Kunden bestehen noch Möglichkeiten, durch Gestaltungsinstrumente wie Insolvenzplan und Auffanglösungen wirtschaftlich optimierte Lösungen zu erarbeiten. Lassen Sie sich beraten.

Wir beraten Banken und andere Kreditgeber zudem aufgrund jahrelanger Erfahrungen in der Insolvenzabwicklung bei der Durchsetzung von Ab- und Aussonderungsrechten in der Insolvenz. Wir unterstützen Sie bei der Bildung eines Lieferanten- oder Gläubigerpools und vertreten den Poolführer bei der gerichtlichen Durchsetzung der Ansprüche der zusammengeschlossenen Kreditgeber.

Wir beraten Sie aber auch bei einer anstehenden Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung von Immobilien.

4. Anlagerecht
Sind Sie als Anleger auf hochspekulative Anlageformen hereingefallen, haben Sie Ihr Vermögen in Schrottimmobilien verloren oder wurden Sie Opfer eines so genannten Schneeballsystems?
Wir zeigen Ihnen auf, welche Rechte und Ansprüche Ihnen zustehen. Das Spektrum unserer Tätigkeit umfasst unterschiedliche Anlageformen, insbesondere Effektengeschäfte, Börsentermingeschäfte, Investmentgeschäfte, Immobilienanlagen, Immobilienfonds sowie auch Gesellschaftsbeteiligungen, die von Banken, institutionellen Anbietern, Finanzdienstleistungsunternehmen und von unseriösen Vermittlerfirmen auf dem Grauen Kapitalmarkt vermittelt werden.
Auch wir können wertlose Anlagen nicht werthaltig machen, wenn Sie aber mit unserer Hilfe schnell und gezielt Ihre Ansprüche gegen die Beteiligten verfolgen, haben Sie mitunter gute Chancen, Ihre Verluste zu begrenzen.

 

Ihre Ansprechpartner:
Dr. Roland Wiester, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht