Notwendige Voraussetzungen für eine Wirksamkeit
der Befristung aufgrund Vertretung

Nach § 14 Abs. 1 Ziff. 3 TzBfG kann ein Arbeitsverhältnis mit der Begründung der Vertretung eines anderen Arbeitnehmers befristet werden. Dabei ist nicht Voraussetzung, dass der befristet zur Vertretung eingestellte Arbeitnehmer die vorübergehend ausfallende Stammkraft unmittelbar vertritt. Der Vertreter kann vielmehr auch mit anderen Aufgaben betraut werden.

Wie das Bundesarbeitsgericht jedoch nun in einer Entscheidung vom 12.01.2011 (Az.: 7 AZR 194/09) ausdrücklich feststellte, ist die Übertragung anderer Aufgaben, als sie vom Vertretenen wahrgenommen wurden, auf den befristet eingestellten Vertreter nur dann möglich, wenn sie auch vom Vertretenen wahrgenommen werden müssten.

Ist dies nicht der Fall, liegt keine wirksame Befristung vor, weil es an einem Kausalzusammenhang zwischen der befristeten Einstellung des Mitarbeiters und der vorübergehenden Abwesenheit des zu vertretenden Mitarbeiters fehlt.

Empfehlung:

Soll ein Mitarbeiter zur Vertretung eingestellt werden und andere Tätigkeiten wahrnehmen, als sie vom Vertretenen wahrgenommen wurden, so sollte die Arbeit insgesamt neu verteilt werden.

Die Aufgaben des abwesenden Mitarbeiters sollten von einem anderen Stammmitarbeiter wahrgenommen werden, dessen Arbeitsvertrag die Zuweisung von Tätigkeiten erlaubt, wie sie vom befristet eingestellten Mitarbeiter wahrgenommen werden sollen. Der befristet eingestellte Mitarbeiter übernimmt dann dessen Aufgaben.