...dass Sie auch nach Austritt aus eine Personengesellschaft u.U. noch für Gesellschaftsverbindlichkeiten haften, die innerhalb der nächsten fünf Jahre fällig werden?

Die Nachhaftung des Kommanditisten erfordert lediglich, dass die innerhalb der Frist fällig gewordene Forderung in der Zeit seiner Zugehörigkeit entstanden ist. Bei laufenden Arbeitsverträgen genügt es, dass der Vertrag, aus welchem die Forderung herrührt, zuvor begründet wurde (BAG NZG 2004, 1105).
Im Ergebnis kann daher der ausgeschiedene Kommanditist auch noch für solche Gehaltsansprüche haftbar gemacht werden, die erst durch die Fortsetzung eines Arbeits-, Miet- oder Versorgungsverhältnisses fällig wurden.

Rechtsanwalt Dr. Roland Wiester steht zu weitergehenden Fragen gerne zu Ihrer Verfügung.