...dass Zahlungsunfähigkeit im Sinne des Insolvenzrechts bereits dann gegeben ist, wenn auch nur ein geringer Bruchteil der fälligen Verbindlichkeiten nicht zeitnah getilgt werden kann. Und ist Ihnen bekannt, welche Haftungsfolgen sich hieraus für einen Geschäftsführer ergeben können?

Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist ein Schuldner in der Regel zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, mindestens 90 Prozent seiner gesamten fälligen Verbindlichkeiten innerhalb einer Frist von etwa drei Wochen zu bedienen (BGH, Urteil v. 24.05.2005).
Mit Eintritt der Insolvenzreife ist der Geschäftsführer der GmbH verpflichtet, Insolvenzantrag zu stellen. Verstößt er gegen die Insolvenzantragspflicht, bestehen bei späterer Insolvenz Schadensersatzansprüche zugunsten von Gläubigern.

Rechtsanwalt Dr. Roland Wiester steht zu weitergehenden Fragen gerne zu Ihrer Verfügung.